Trauma

Traumata sind nicht nur heilbar, sondern können auch transformierend wirken. Sie zählen zu den wichtigsten Kräften der menschlichen Entwicklung, des psychischen, sozialen und spirituellen Erwachens.

Zwar kann ein Trauma die Hölle auf Erden sein, doch ist ein aufgelöstes Trauma ein Geschenk der Götter - eine Heldenreise, von der wir alle profitieren.

                                                                                                                                                           Peter Levine

Wenn wir das Wort Trauma hören, kommen uns vielleicht Assoziationen zum Schleudertrauma. Es ist von aussen unsichtbar, aber sehr wohl spürbar. Die meisten Menschen erleiden irgendwann ein Trauma. Was aber ist ein Trauma?



Erleben wir eine Situation als lebensbedrohend (wesentlich ist die Einschätzung der betreffenden Person, ob sie mit dieser Situation umgehen kann. Je jünger sie zur Zeit der Überwältigung gewesen ist, umso mehr wird sie jemanden brauchen, der ihr hilft. Für einen Säugling kann zum Beispiel das Zurückgelassen Werden in einem kalten Raum eine lebensbedrohende Situation darstellen, eine erwachsene Person wird sich in einer solchen Situation bewegen und die Unterkühlung abwehren), entwickelt der Körper hohe Überlebensenergien, zum Beispiel ansteigende Herzfrequenz oder Hitzeempfinden. Wenn wir in dieser für uns ausweglosen Situation weder angreifen noch flüchten können, erstarren wir innerlich (vergleichbar mit der Maus, die von der Katze gefangen wird und reglos am Boden liegt). Wir frieren diesen Augenblick sozusagen ein und tragen ihn mit uns. Das Nervensystem bleibt in diesem erstarrten Zustand hoch geladen. Die Situation im Körper ist dann am besten mit einem Auto vergleichbar, bei welchem gleichzeitig die Bremse und das Gaspedal voll durchgedrückt werden.

Die vom Nervensystem bereit gestellte Energie wird im positiven Fall nach dem schwierigen Ereignis durch den Körper wieder entladen, zum Beispiel durch Zittern oder Tränen. Kann diese Energie allerdings nicht neutralisiert werden, bleibt sie im Körper gespeichert und beeinflusst unser Leben; körperliche Symptome wie z.B. Migräne oder Magen/Darm-Probleme, Angstzustände, sogar Panikattacken können die Folge sein.



Jeder Mensch verfügt allerdings über diesen Ur-Instinkt zur Heilung, wenn er seine Gefühle und Emotionen wahrnehmen darf und kann. Der Schlüssel zur Trauma-Heilung liegt demzufolge sowohl in unserem Körper als auch in unserem Geist.

Denn es lässt sich nicht vermeiden, dass bei der Verdrängung eines Teils des Lebens unsere gesamte Lebendigkeit erheblichen Schaden leidet.
                                                                                                                                                     Gabriel Looser

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